Sensorische Integration

„Für Kinder stellt die sinnliche Wahrnehmung den Zugang zur Welt dar. Durch ihre Sinne begegnen sie den Lebewesen und Dingen und bringen sich selbst in Zusammenhang mit ihnen. Greifen ist immer ein Be- greifen, das Fassen ein Er-fassen“.
(vgl. Zimmer, Renate. Handbuch der Sinneswahrnehmung)

SI

Sensorische Integration ist das Zusammenspiel aller Sinne und meint das Ordnen von Empfindungen und Reizen.

Sie beschreibt den Weg vom Reiz bis zur Reaktion. Wir verfügen über drei große Sinnessysteme, die Basisinne: Gleichgewicht (vestibulär), Haut (taktil) und Tiefen- oder Eigenwahrnehmung (propriozeptiv). Hinzu kommen noch Hören, Sehen, Riechen und Schmecken. Zusammen lassen uns unsere Sieben Sinne die Welt entdecken.

Wenn nun die Sinne nicht besonders gut integriert sind, kommt es zu Irritationen, die sich im Verhalten, in der Motorik, in Denken und Sprache, in der sozialen und emotionalen Kompetenz oder im Leistungsverhalten zeigen können. Beispiele: Konzentrationsstörungen,
Hyperaktivität, „Tollpatschigkeit“, Aggression, Impulsivität, Lernschwierigkeiten.

Die Sinne wollen genährt und gesättigt werden. Sie sind die Wurzeln unserer Kinder, die verantwortlich für die ganzheitliche Entwicklung sind. Wenn das Kind mit seinen Sinnen im inneren Gleichgewicht ist, wird es bereit und offen für Neues von außen.